Präsentation – Alle reden über Folien. Reden wir über euch.
Software, Vorlagen, Techniken und unzählige Ratgeber versprechen euch, die perfekte Präsentation zu erstellen. Nur gibt es ein Problem: Die perfekte Präsentation existiert nicht. Denn jede Präsentation ist eine konkrete kommunikative Aufgabe eines Menschen: etwas zu zeigen, verständlich zu machen, zu verändern oder bei einem bestimmten Publikum zu erreichen. Deshalb beginnt eine gute Präsentation nicht mit den richtigen Zutaten oder einem perfekten Rezept, sondern mit dem Verständnis der Person, die präsentiert, und der konkreten kommunikativen Situation.
Wir geben „Präsentation“ in die Suchmaschine ein
Viel einfacher kann eine Suchanfrage kaum sein. Wir verraten nicht, ob wir eine Präsentation erstellen möchten, Präsentieren lernen wollen, Inspiration suchen oder gerade deshalb vor dem Rechner sitzen, weil wir morgen früh vor zwanzig Menschen stehen müssen. Wir geben nur ein einziges Wort ein: Präsentation.
Und schon füllt sich die Ergebnisseite mit hilfreichen Antworten. Mit Software, mit der wir Präsentationen erstellen können. Mit Vorlagen, die sie visueller machen. Mit Tipps, die erklären, wie eine gute Präsentation aufgebaut ist. Mit Trainings, in denen wir lernen, wie wir präsentieren. Mit Listen darüber, was wir tun und was wir besser lassen sollten. Wir erfahren, wie wir anfangen, wie wir enden, wie viel Text auf eine Folie gehört, welche Bilder wir verwenden sollten, wohin wir schauen, wie wir stehen und was wir mit unseren Händen machen sollen.
Eigentlich sind bereits alle da. Die Software, der Designer, der Trainer, die Methodik, das Template, das Storytelling und auch das Zertifikat am Ende der Weiterbildung. Nur der Mensch, der präsentieren muss, fehlt.
Wo wohnt die perfekte Präsentation?
Wenn wir diese Ergebnisse lange genug betrachten, kann leicht ein merkwürdiges Gefühl entstehen. Fast so, als gäbe es irgendwo die perfekte Präsentation. Beinahe wie eine platonische Idee. Wir haben sie noch nie gesehen, wissen aber genau, wie sie aussehen muss. Sie hat einen starken Einstieg. Eine klare Struktur. Die richtige Menge an Daten. Nicht zu viel Text. Ein konsistentes visuelles Konzept. Natürlich enthält sie Storytelling. Der Präsentierende liest seine Folien nicht ab, hält Blickkontakt, bewegt sich souverän, gestikuliert angemessen und entlässt sein Publikum am Ende mit einer einprägsamen Botschaft.
Wenn wir all diese Zutaten zusammentragen, müsste vor uns eigentlich irgendwann die perfekte Präsentation stehen.
Nur gibt es ein Problem. Eine solche Präsentation existiert nicht. Nicht, weil es keine hervorragenden Präsentationen gäbe. Und natürlich auch nicht, weil Regeln, Techniken und Erfahrungen nutzlos wären. Sondern weil eine Präsentation niemals für sich allein existiert. Sie ist immer die Präsentation von etwas. Von jemandem, für bestimmte Menschen, in einer bestimmten Situation und mit einem bestimmten Ziel.
Diese fünf einfachen Umstände reichen bereits aus, damit zwei Präsentationen, die beide auf ihre Weise „großartig“ sind, völlig unterschiedlich aussehen können.
Eure Präsentation. Euer Auftritt. Eure Wirkung.
In unserem Präsentationstraining arbeiten wir nicht mit Standardrezepten. Wir entwickeln gemeinsam mit euch die Präsentationskompetenz, die ihr für eure konkrete Situation braucht – von Storylining und Slidewriting bis zum souveränen Presenting.
Wenn eure Präsentation bereits steht, unterstützen wir euc mit professionellem Präsentationsdesign dabei, eure Inhalte auch visuell überzeugend zu vermitteln.
Gebt eure Kontaktdaten ein und schildert uns in einem unverbindlichen Beratungsgespräch eure Anforderungen, damit wir eure Situation genau verstehen und euch anschließend ein individuelles Angebot erstellen können.
Die Zutaten ergeben noch nicht das Ganze
Stellt euch eine Führungskraft vor, die dem Vorstand die Strategie für das kommende Jahr präsentiert. Einen Sales Manager, der mit einem neuen Kunden verhandelt. Einen Startup-Gründer, der vor Investoren-Pitch. Einen Experten, der innerhalb von zwanzig Minuten ein komplexes technologisches Problem erklären muss. Oder einen Projektleiter, der seinen Kollegen den nächsten Schritt einer monatelangen Veränderung vorstellt.
Alle präsentieren. Aber brauchen sie wirklich dasselbe? Natürlich nicht.
Bei einer Board-Präsentation kann die präzise Interpretation der Daten entscheidend sein. In einer Sales-Präsentation geht es vielleicht darum, zu erkennen, welche relevante Antwort wir auf das Problem des Kunden geben können. Im Pitch müssen wir eine Perspektive auf eine Möglichkeit eröffnen. In einer Change-Management-Präsentation kann Vertrauen wichtiger sein als jede spektakuläre visuelle Lösung.
Präsentationskompetenz bedeutet deshalb nicht einfach zu wissen, woraus eine gute Präsentation besteht. Sie bedeutet vielmehr zu erkennen, was davon hier und jetzt tatsächlich gebraucht wird.
Und damit sind wir wieder bei dem Menschen angekommen, der gerade auf der Ergebnisseite verschwunden war.
Entdeckt unsere Use Cases im Präsentationsdesign!

Master Template
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Storytelling & Animations
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PowerPoint Master Template + Company Presentation
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Morgen um zehn müsst ihr präsentieren
In der Realität beginnt eine Präsentation nur selten damit, dass sich jemand entspannt hinsetzt und sagt: „Ich möchte alle Bestandteile der perfekten Präsentation erlernen.“
Viel wahrscheinlicher ist eine andere Situation: Morgen Vormittag um zehn müsst ihr präsentieren. Ihr habt eine Excel-Tabelle, eine Präsentation aus dem vergangenen Jahr, aus der sich vielleicht einige Folien wiederverwenden lassen. Ihr bekommt außerdem ein Corporate Template. Drei Kollegen haben euch bereits geschickt, was ihrer Meinung nach unbedingt in die Präsentation gehört. Euer Vorgesetzter hat gesagt, sie solle kurz und wirkungsvoll sein. Und ihr habt noch vierzig Minuten, um aus all dem etwas Sinnvolles zu machen.
In diesem Moment hilft euch die Idee der perfekten Präsentation am wenigsten. Ihr müsst nicht lernen, wie man allgemein perfekt präsentiert. Ihr müsst diese konkrete Präsentation lösen.
Genau hier beginnt das Denken, das in einem großen Teil der Kommunikation über Präsentationen fehlt. Denn die erste Frage lautet nicht, wie viele Folien ihr braucht. Nicht, ob ihr Animationen verwenden solltet. Und auch nicht, mit welcher Geschichte ihr beginnen müsst.
Die erste Frage ist viel einfacher:
Was wollt ihr erreichen?
Die Präsentation beginnt nicht mit der ersten Folie
Diese Frage ist deshalb so wichtig, weil sie die gesamte Situation in einem Moment verändert. Wir erstellen nicht mehr einfach eine PowerPoint-Präsentation, sondern lösen eine kommunikative Aufgabe.
Und damit kommen weitere Fragen hinzu. Vor wem präsentiert ihr? Was wissen diese Menschen bereits über euch? Was denken sie über das Thema? Was verstehen sie noch nicht? Auf welche Frage erwarten sie eine Antwort? Was verunsichert sie? Welche Entscheidung müssen sie treffen? Und schließlich: Was sollen sie nach eurer Präsentation anders denken, fühlen oder tun?
Keine dieser Fragen ist eine PowerPoint-Funktion. Und trotzdem entsteht aus genau diesen Fragen die Präsentation.
Deshalb können wir sagen:
Eine Präsentation beginnt nicht mit der ersten Folie. Sie beginnt mit einem Menschen, der etwas zeigen, verständlich machen, verändern oder erreichen möchte.
Und wenn wir diesen Gedanken ernst nehmen, verändert sich auch die Rolle desjenigen, der diesen Menschen unterstützt.

Wer steht an der Seite des Präsentierenden?
Die Aufgabe eines professionellen Präsentationspartners besteht nicht darin, das Rezept für die perfekte Präsentation und sämtliche Präsentationstechniken hervorzuholen. Und auch nicht darin, möglichst schnell aufzuzählen, was der Präsentierende noch alles lernen muss.
Zuerst muss ein professioneller Partner die Situation des Präsentierenden verstehen. Genau darin liegt die Bedeutung von Empathie beim Präsentieren. Es geht nicht einfach darum zu wissen, dass es schwierig sein kann, vor anderen Menschen zu stehen.
Es geht um viel mehr: Wir beginnen nicht bei unserer eigenen Methodik, sondern bei dem Unternehmen, dem Menschen und der kommunikativen Situation, in der unsere Methodik gebraucht wird.
Storylining, Slidewriting, Storytelling, PowerPoint Design und Presenting werden dadurch nicht weniger wichtig. Im Gegenteil. Erst jetzt wird klar, wofür sie da sind.
Die Methode ist kein Rezept mehr, sondern individuelle Unterstützung.
Und vielleicht liegt genau hier eine der wichtigsten Trennlinien. Wir fragen den Menschen, der vor einer Präsentation steht, nicht:
„Wisst ihr, wie man gut präsentiert?“
Sondern wir stellen uns an seine Seite und beginnen mit einer viel nützlicheren Frage:
„Was müssen wir jetzt gemeinsam lösen?“
Eine gute Präsentation ist kein Rezept, sondern eine Diagnose
Wenn es keine perfekte Präsentation gibt, müssen wir uns einer unangenehmen Konsequenz stellen: Es gibt auch kein perfektes Rezept.
Auf den ersten Blick klingt das nach einer schlechten Nachricht. Schließlich suchen wir nach Methoden, Tipps und Regeln, weil wir Unsicherheit reduzieren möchten. Wir würden gerne wissen, wie viele Folien wir brauchen. Wie viel Text darauf Platz hat. Ob wir mit einer Geschichte beginnen sollten. Wann und wie lange wir eine wirkungsvolle Pause machen sollten. Ob eine rhetorische Frage sinnvoll ist. Wann wir Zahlen zeigen sollten. Wie die letzte Folie aussehen sollte.
Nur lautet die richtige Antwort bei der professionellen Erstellung einer Präsentation erstaunlich oft:
Es kommt darauf an.
Nicht, weil es keine professionellen Regeln gäbe. Sondern weil wir zuerst verstehen müssen, welches Problem wir mit ihnen lösen wollen.
Auch ein Arzt beginnt nicht damit, alle Medikamente aufzuzählen, die ihm zur Verfügung stehen. Er versucht zunächst zu verstehen, was mit dem Patienten passiert und wofür ein Medikament überhaupt gebraucht wird.
Ein guter Präsentationspartner macht etwas Ähnliches.
Er diagnostiziert.
Was ist die eigentliche Aufgabe?
Kehren wir zu dem Menschen zurück, der morgen um zehn präsentieren muss.
Nehmen wir an, alle Materialien sind vorhanden. Die Excel-Tabelle, die alte Präsentation, das Corporate Template, die Folien der Kollegen. Vielleicht hat er sogar noch ein Kommunikationsbriefing bekommen. Technisch gesehen steht ihm also fast alles zur Verfügung.
Und trotzdem weiß er vielleicht überhaupt nicht, wie er anfangen soll.
Dann liegt es nahe zu denken, dass er ein Problem mit der Erstellung seiner Präsentation hat. Vielleicht stimmt das aber überhaupt nicht.
Vielleicht hat er ein Entscheidungsproblem. Er weiß nicht, was wichtig ist und was nicht.
Vielleicht hat er ein strategisches Problem. Es ist nicht klar, was er eigentlich erreichen möchte.
Vielleicht hat er ein Strukturproblem. Alle Informationen sind vorhanden, aber es gibt keine klare Verbindung zwischen ihnen.
Vielleicht hat er ein sprachliches Problem. Er versteht das Thema genau, kann es aber nicht kurz und präzise formulieren.
Vielleicht hat er ein visuelles Problem. Der Gedanke funktioniert bereits, aber die Folien helfen dem Publikum nicht dabei, ihn zu verstehen.
Und natürlich kann auch alles fertig sein und der Präsentierende trotzdem denken: Gut, aber ich muss das bald live vor anderen Menschen präsentieren. Schaffe ich das überhaupt?
All diese Situationen werden als Präsentationsherausforderungen bezeichnet, obwohl sie in Wirklichkeit völlig unterschiedliche Arten von Unterstützung benötigen.
Zuerst geben wir keine Antworten, sondern stellen Fragen
Genau deshalb ist Empathie so wichtig. Nicht nur, damit die Zusammenarbeit angenehmer wird – auch wenn das natürlich nicht unwichtig ist.
Sondern weil Empathie Informationen sichtbar macht.
Wer in der Lage ist, die Situation des Präsentierenden wirklich ernst zu nehmen, stellt bessere Fragen.
Was wollt ihr erreichen? Warum präsentiert ihr dieses Thema gerade jetzt? Was ist vorher passiert? Was wird danach passieren? Wer sitzt euch gegenüber? Was wissen diese Menschen bereits? Worin werden sie euch wahrscheinlich zustimmen? Worin nicht? Welche Aussage müsst ihr beweisen? Welche müsst ihr lediglich zeigen? Wo ist mit dem größten Widerstand zu rechnen? Welcher eine Gedanke muss auch dann im Kopf eures Publikums bleiben, wenn es sich zwei Tage später an nichts anderes aus eurer Präsentation erinnert?

Beachtet: Wir haben PowerPoint immer noch nicht geöffnet.
Und trotzdem arbeiten wir längst an der Präsentation.
Mehr noch: Wahrscheinlich erledigen wir gerade den wichtigsten Teil der Arbeit.
Storylining: Wenn wir entscheiden, was wir sagen wollen
Hier bekommt beispielsweise Storylining seine Bedeutung. Es wäre einfach, Storylining lediglich als eine Präsentationstechnik zu beschreiben. Tatsächlich ist es wesentlich mehr.
Storylining ist eine Reihe von Entscheidungen.
Was gehört in die Präsentation? Was bleibt draußen? In welcher Reihenfolge soll das Publikum die Informationen kennenlernen? Welche Aussage folgt logisch aus einer anderen? Wo müssen wir etwas beweisen? Wo müssen wir erklären? Wo müssen wir eine neue Perspektive eröffnen?
Aus einem vierzigseitigen Hintergrunddokument entsteht keine zwanzigminütige Präsentation, indem wir einfach zwanzig Seiten löschen.
Sie entsteht dadurch, dass wir die Struktur der Gedanken und den Denkweg erkennen.
Das ist keine reine PowerPoint-Kompetenz. Es ist strategische Kommunikation.
Und genau deshalb spielt es eine Rolle, wie viel ein Präsentationspartner über das Unternehmen, die Branche, den Markt und die konkrete Geschäftssituation versteht.
Denn manchmal ist die richtige Frage wertvoller als eine schnelle Antwort.
Slidewriting: Wenn ein Gedanke eine Form braucht
Das nächste Problem entsteht häufig dann, wenn wir bereits genau wissen, was wir sagen möchten. Nur müssen wir diesen Gedanken jetzt auf einer Folie ausdrücken.
Hier liegt eines der häufigsten Missverständnisse: Wenn viele Informationen wichtig sind, müssen auch viele Informationen auf die Folie.
Die Aufgabe von Slidewriting besteht jedoch nicht darin, möglichst viele Gedanken auf möglichst wenig Raum unterzubringen. Sondern darin, einem Gedanken eine kommunikative Form zu geben.
Was ist die Aussage der Folie? Was ist der Beleg? Was lässt sich visualisieren? Was muss der Präsentierende zusätzlich erklären? Und was hat auf dieser Folie überhaupt nichts verloren?
Eine gute Folie ist deshalb nicht die visuelle Version der Notizen des Präsentierenden. Sie ist ein Hilfsmittel für das Verständnis.
Und wieder kommen wir zum gleichen Punkt:
Es gibt keine gute Folie unabhängig von ihrem Kontext.
Es gibt nur eine Folie, die in einer konkreten kommunikativen Situation ihre Aufgabe erfüllt.

Storytelling: Ihr müsst nicht zwingend eine Geschichte erzählen
Storytelling ist vielleicht das beste Beispiel dafür, warum rezeptartiges Denken gefährlich sein kann.
„Erzählt eine Geschichte!“
Ein großartiger und moderner Ratschlag.
Aber warum?
Eine Business-Präsentation wird nicht automatisch besser, nur weil irgendwo eine Geschichte eingebaut wurde.
Storytelling ist dann wertvoll, wenn es eine Verbindung zwischen Informationen herstellt, die das Publikum ansonsten als voneinander unabhängige Fakten wahrnehmen würde. Es macht Veränderungen verständlich, zeigt Ursache und Wirkung sowie Problem und Konsequenz. Es vermittelt ein Bild des aktuellen Zustands und kann eine mögliche Zukunft sichtbar machen.
Oder es ordnet die Frage, wo ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Entscheidung die tatsächliche Realität des Publikums berührt, in einen verständlichen Zusammenhang ein.
Die Geschichte ist deshalb kein dekoratives Element, sondern eine Struktur, die Verbindung schafft.
Wenn wir sie nicht brauchen, müssen wir sie auch nicht verwenden.
Wenn das Publikum sie aber gerade braucht, um die Botschaft zu verstehen, setzen wir Storytelling nicht deshalb ein, weil „eine gute Präsentation Storytelling enthalten muss“.
Wir setzen es ein, weil es das richtige Werkzeug für diese konkrete Aufgabe ist.
Design: Es muss nicht nur schön, sondern funktional sein
Dasselbe gilt für die Visualisierung.
Natürlich sollte eine professionelle Präsentation visuell hochwertig sein. Eine konsistente Corporate Identity schafft Vertrauen, ein klares Design unterstützt die Orientierung und eine gute Visualisierung kann komplexe Informationen schnell verständlich machen.
Aber auch Design ist kein Selbstzweck.
Ein Diagramm ist dann gut, wenn es dabei hilft, einen Zusammenhang zu erkennen. Ein Bild ist dann gut, wenn es Bedeutung trägt. Eine visuelle Hierarchie ist dann gut, wenn sie die Aufmerksamkeit führt.
Die Aufgabe von Design besteht also nicht darin zu zeigen, wie gut wir eine Präsentation visuell aufwerten können.
Die Aufgabe besteht darin, dafür zu sorgen, dass das Publikum weniger Aufwand benötigt, um das zu verstehen, was wir sagen möchten.
Die Empathie, die ihr als Präsentierende erfahrt, könnt ihr weitergeben
Bisher haben wir darüber gesprochen, dass ein Mensch vor einer Präsentation jemanden braucht, der seine Situation versteht.
Aber genau darin liegt noch eine zweite Dimension.
Denn genau dasselbe muss er später mit seinem Publikum tun.
Auch ein guter Präsentierender beginnt nicht nur mit der Frage:
„Was möchte ich sagen?“
Er kann auch die zweite Frage stellen:
„Was braucht ihr, damit ihr es versteht?“
Und das ist nicht dasselbe.
Die erste Frage geht vom Präsentierenden aus.
Die zweite stellt eine Verbindung her.
Empathie ist in diesem Sinne eine echte Präsentationskompetenz. Sie ist keine Schmeichelei, keine unterhaltsame Freundlichkeit und kein Stilmittel. Sie ist die Fähigkeit, das eigene Wissen auf die konkrete Aufnahmesituation eines anderen Menschen zu beziehen.
Vielleicht muss der Präsentierende genau das selbst zuerst erfahren.
Nicht noch eine Liste von Regeln. Nicht die Aufzählung all dessen, was er angeblich falsch macht. Nicht den Vergleich mit dem idealen Präsentierenden.
Sondern jemanden, der an seiner Seite steht, sich die konkrete Situation mit ihm ansieht und fragt:
„Was müssen wir jetzt gemeinsam lösen?“
Denn ab diesem Punkt arbeiten wir nicht mehr auf eine allgemein „gute Präsentation“ hin.
Wir arbeiten auf etwas viel Wichtigeres hin:
Eine Präsentation, die funktioniert.
Wenn alles fertig ist
Nehmen wir an, wir haben die Arbeit erledigt.
Wir haben die kommunikative Situation verstanden. Wir wissen, wer im Raum sitzen wird, was diese Menschen wissen, was sie erwarten und welche Entscheidung wir vorbereiten möchten.
Das Storyline ist fertig. Wir haben die relevanten Daten ausgewählt, die Folien geschrieben und ein visuelles System entwickelt. Die Präsentation passt zur Corporate Identity, ist klar, nachvollziehbar und fachlich präzise.
Theoretisch sind wir fertig.
Praktisch beginnt die Präsentation aber erst jetzt.
Denn am nächsten Morgen um zehn Uhr betritt nicht die PowerPoint-Datei den Besprechungsraum.
Sondern ihr.
Und genau an diesem Punkt wird besonders deutlich, wie merkwürdig unsere Vorstellung von der perfekten Präsentation eigentlich ist.
Wir können vermeintlich perfekte Folien erstellen, sämtliche Regeln einhalten und die beste Technologie verwenden – und trotzdem existiert die Präsentation noch nicht, solange sie niemand hält.
Eine Präsentation ist am Ende immer ein Ereignis.
Jemand steht auf, spricht und versucht, eine Verbindung zu anderen Menschen herzustellen.

Jetzt müsst ihr nur noch selbstbewusst sein
In den Minuten vor einer Präsentation hören wir deshalb einen der merkwürdigsten Ratschläge:
„Seid selbstbewusst!“
Schwer, dagegen zu argumentieren. Nur ist diese Anweisung ungefähr so hilfreich, als würden wir jemandem vor einer wichtigen Verhandlung sagen:
„Seid erfolgreich.“
Selbstbewusstsein ist nämlich selten eine bewusste Entscheidung. Viel häufiger ist es eine Folge.
Eine Folge davon, dass wir wissen, was wir sagen wollen. Dass wir verstehen, wie unsere Argumentation aufgebaut ist. Dass wir unsere Folien kennen. Dass wir uns auf erwartbare Fragen vorbereitet haben. Dass wir Übergänge geübt haben. Dass wir wissen, wann wir langsamer werden müssen und wann wir den vorher geplanten Weg der Präsentation verlassen können.
Mit anderen Worten:
Hinter Selbstbewusstsein steht sehr häufig Kompetenz.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Denn dadurch erwarten wir vom Präsentierenden nicht, dass er plötzlich zu einer außergewöhnlichen Persönlichkeit wird.
Wir geben ihm vielmehr die Möglichkeit, sich gut vorzubereiten.
Ihr müsst kein anderer Mensch werden
Auch der „gute Präsentierende“ kann schnell zu einer platonischen Idee werden – genauso wie die perfekte Präsentation.
Charismatisch, extrovertiert, witzig, souverän und gleichzeitig elegant. Angst vor Präsentationen kennt er natürlich nicht. Er liebt die Bühne und kann problemlos improvisieren.
Nur halten in der Realität sehr unterschiedliche Menschen hervorragende Präsentationen.
Manche füllen einen Raum mit Energie. Andere erzeugen Aufmerksamkeit gerade durch ihre Ruhe. Für den einen ist Storytelling die größte Stärke, für den anderen die Präzision seines Denkens. Manche Menschen schaffen leicht eine persönliche Verbindung, andere überzeugen durch eine fachliche Tiefe, die allein schon Aufmerksamkeit verlangt.
Die Aufgabe eines Präsentationstrainings besteht deshalb nicht darin, einen standardisierten Präsentierenden zu produzieren.
Nicht alle müssen sich gleich bewegen, gleich gestikulieren oder mit derselben Dramaturgie sprechen.
Und vor allem müssen wir niemandem die kommunikative Persönlichkeit eines anderen Menschen überziehen.
Das Ziel besteht darin, die eigene Kompetenz für andere möglichst gut zugänglich zu machen.
Und darin liegt etwas Befreiendes.
Coaching beginnt dort, wo das Rezept endet
Jetzt verstehen wir auch, warum eine Coaching-Perspektive in einem Präsentationstraining so wichtig ist.
Coaching kommt nicht deshalb ins Spiel, weil Präsentierende zwangsläufig psychologische Unterstützung brauchen.
Sondern weil es keine zwei identischen Präsentationssituationen gibt – und auch keine zwei identischen Präsentierenden.
Für den einen Menschen schafft eine präzise Struktur Sicherheit. Für den anderen ist es das wiederholte Üben. Einer braucht Unterstützung dabei, Informationen wegzulassen. Ein anderer muss lernen, sein Fachwissen stärker zu vertreten.
Manche sprechen zu schnell, weil sie alles vermitteln möchten. Andere verstecken sich hinter ihren Folien. Wieder andere präsentieren hervorragend, bis die erste unerwartete Frage kommt.
Wenn alle dieselben zehn Tipps bekommen, haben wir möglicherweise keinem von ihnen wirklich geholfen.
Die Methodik kann gemeinsam sein. Die professionellen Standards können gemeinsam sein.
Die Anwendung ist jedoch persönlich.
Genau an diesem Punkt hört Präsentationstraining auf, reiner Unterrichtsstoff zu sein, und wird zu einer kreativen Werkstatt.
Üben ist keine Prüfung
Diese Werkstatt hat eine besonders wichtige Eigenschaft:
Man darf darin Fehler machen.
Mehr noch:
Man muss es können.
Eine Präsentation zu proben ist nicht dasselbe wie eine Prüfung abzulegen.
Beim Üben kann sich herausstellen, dass ein Satz, der schriftlich perfekt aussah, gesprochen unnatürlich klingt. Dass zwischen zwei Folien ein Übergang fehlt. Dass die Interpretation eines Diagramms mehr Zeit braucht. Dass eine Geschichte zu lang ist.
Oder dass der Gedanke, den wir irgendwo in der Mitte der Präsentation versteckt haben, eigentlich die stärkste Aussage des gesamten Vortrags ist.
Das sind keine Misserfolge.
Das sind Informationen.
Gerade die Simulation einer realen Präsentationssituation ist deshalb so wertvoll, weil sie das Publikum wieder in den Entstehungsprozess zurückbringt.
Der Präsentierende erlebt, wie seine Botschaft tatsächlich ankommt.
Und kann sie verändern, bevor er sie in der echten Situation einsetzen muss.

Wir lernen nicht nur zu präsentieren
Hier passiert etwas Interessantes.
Wenn jemand vor einer Präsentation lernt zu fragen, was sein Publikum bereits weiß, was es braucht, was es verstehen muss und welche Entscheidung es treffen soll, dann hat er nicht einfach eine Präsentationstechnik gelernt.
Er beginnt, anders über Kommunikation nachzudenken.
Vor einem Meeting. In einem Sales Call. Bei der Vorbereitung einer Managemententscheidung. Bei der Präsentation einer Strategie. Sogar beim Schreiben einer E-Mail.
Denn eine Präsentation ist eine besonders konzentrierte kommunikative Situation.
Sie zwingt uns dazu zu entscheiden, was wichtig ist, wie unsere Gedanken miteinander verbunden sind und was wir vom anderen Menschen erwarten.
Deshalb kann Präsentationskompetenz zu einer umfassenderen Business-Kompetenz für Kommunikation werden.
Und genau deshalb ist es nicht egal, wie wir sie lernen.
Die Empathie schließt den Kreis
Am Anfang dieses Artikels haben wir gefragt:
Wer steht an der Seite des Präsentierenden?
Jetzt können wir vielleicht genauer antworten.
Es ist derjenige, der ihn nicht an einer idealen Präsentation misst, kein starres Regelwerk über ihn legt und ihm nicht beweisen möchte, wie viel er noch nicht kann.
Sondern derjenige, der seine Aufgabe versteht, ihm die passenden professionellen Werkzeuge zur Verfügung stellt und einen sicheren Raum schafft, in dem er diese Werkzeuge ausprobieren kann.
Das ist aber nicht nur eine angenehmere Art zu lernen.
Es hat auch eine kommunikative Konsequenz.
Denn Menschen, denen während der Vorbereitung wirklich zugehört wurde, beginnen leichter selbst zuzuhören.
Wer gefragt wurde, was er braucht, stellt sich diese Frage leichter auch im Hinblick auf sein eigenes Publikum.
Wer erfahren hat, dass er sich nicht an ein fertiges Rezept anpassen muss, versteht leichter, dass auch sein Publikum nicht verpflichtet ist, sich an seine Präsentation anzupassen.
So schließt sich der Kreis der Empathie.
Der Präsentationspartner richtet seine Aufmerksamkeit auf den Präsentierenden.
Der Präsentierende lernt, seine Aufmerksamkeit auf sein Publikum zu richten.
Und genau hier beginnt eine wirklich gute Präsentation.
Präsentation: Jetzt geht es um euch
Wenn wir also wieder dieses eine Wort in die Suchmaschine eingeben – Präsentation –, werden wir dieselben Ergebnisse sehen.
Software. PowerPoint Vorlagen. Tipps. Techniken. Trainings. Methoden.
Und wir können all diese Dinge brauchen.
Auch Pitch Experts arbeitet mit Struktur, Storylining, Slidewriting, Storytelling, Design, Corporate Templates, PowerPoint-Kompetenz und Presenting. Jahrzehntelange Erfahrung mit Präsentationen, Beratung und unterschiedlichen Branchen ist gerade deshalb wertvoll, weil wir mit mehr verfügbaren Werkzeugen immer genauer auswählen können, welches davon tatsächlich gebraucht wird.
Aber ein Werkzeugkasten allein ist noch keine Antwort.
Denn eine Präsentation beginnt nicht in dem Moment, in dem wir ein Werkzeug auswählen.
Sie beginnt einen Schritt früher.

Bei euch.
Bei dem Umstand, dass ihr morgen um zehn Uhr dort stehen müsst.
Ihr habt etwas, das ihr wisst. Etwas, das euch wichtig ist. Etwas, das ihr zeigen, verständlich machen, verändern oder erreichen müsst.
Dafür braucht ihr keine perfekte Präsentation.
Ihr braucht eure Präsentation.
Eine Präsentation, die ihre Aufgabe versteht und ihr Publikum respektiert. Eine Präsentation, in der fachliches Wissen, Struktur, Design und persönliche Präsenz nicht nebeneinanderstehende Zutaten sind, sondern zu einem einzigen kommunikativen Ganzen werden.
Vielleicht ist deshalb die beste erste Frage nicht:
„Wie erstellt man eine gute Präsentation?“
Sondern:
„Was müsst ihr jetzt sagen – und zu wem?“
Wenn wir hier beginnen, wird Präsentation nicht länger zur Suche nach einer perfekten Form.
Sie wird zu einer Möglichkeit, etwas, das uns wichtig ist, zu einem anderen Menschen zu bringen.
Und vielleicht gibt es keine präzisere Definition dafür, warum wir überhaupt präsentieren.
Alles über Präsentationen:
👉 Optimale Präsentation: So gelingt sie euch
👉 6 Tipps für den perfekten Aufbau einer Präsentation
👉 Wie man eine Präsentation hält: 6 Schritte zur Planung des perfekten Pitch
👉 Angst vor Präsentation? Vom Scheitern zum souveränen Auftritt
👉 Präsentation auf Englisch – Warum die Sprache nicht die größte Hürde ist
👉 Präsentation – Wenn wir nicht sprechen, sondern präsent sind
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👉 Präsentationstechniken – Was steckt hinter einer überzeugenden Präsentation?
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